Hotels, Restaurants, Bars und Cafés gehören zu den sensibelsten Bereichen, wenn es um Brandschutz geht. Hohe Personenfrequenz, wechselnde Gäste, Küchen mit offenen Flammen, elektrische Geräte und dekorative Materialien erhöhen das Brandrisiko erheblich. Gleichzeitig tragen Betreiber eine besonders hohe Verantwortung, rechtlich wie moralisch.

Ein funktionierender Brandschutz in der Hotellerie und Gastronomie schützt nicht nur Menschenleben, sondern auch den Fortbestand des gesamten Betriebs.

Warum Brandschutz in Hotels und Gastronomiebetrieben besonders kritisch ist

In kaum einem anderen Bereich treffen so viele Risikofaktoren aufeinander wie in Hotels und gastronomischen Betrieben. Offene Kochstellen, Fettbrände, Heizstrahler, Kerzen, Dekorationen sowie elektrische Geräte sind Teil des Alltags. Hinzu kommt, dass sich viele Gäste mit den örtlichen Gegebenheiten nicht auskennen und im Ernstfall auf klare Orientierung angewiesen sind.

Brände entstehen häufig nicht durch technische Defekte, sondern durch alltägliche Nachlässigkeiten: verstellte Fluchtwege, blockierte Notausgänge, fehlende Kontrollen oder mangelhafte Schulungen. Gerade deshalb ist vorbeugender Brandschutz in der Gastronomie kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Prozess.

Rechtliche Verantwortung: Brandschutz ist Betreiberpflicht

In Österreich sind Betreiber von Hotels und Gastronomiebetrieben verpflichtet, die Brandschutzvorgaben der jeweiligen Bauordnung sowie weiterer relevanter Vorschriften einzuhalten. Dazu zählen unter anderem:

• funktionierende Flucht- und Rettungswege

• geprüfte und gewartete Feuerlöscher

• Brandschutztüren und Rauchabschnitte

• regelmäßige Kontrollen und Unterweisungen

• nachvollziehbare Brandschutzdokumentation

Diese Verantwortung kann organisatorisch delegiert werden, bleibt rechtlich jedoch immer bei der Geschäftsführung bzw. dem Betreiber. Kommt es zu einem Brand, wird geprüft, ob die erforderlichen Maßnahmen nicht nur vorhanden, sondern auch regelmäßig kontrolliert und dokumentiert wurden.

Brandschutz Dokumentation: Der entscheidende Faktor im Ernstfall

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Maßnahmen oft vorhanden sind, aber die Dokumentation fehlt. Rechtlich gilt eindeutig: Was nicht dokumentiert ist, gilt als nicht durchgeführt.

Für Hotels und Gastronomiebetriebe bedeutet das, dass unter anderem folgende Punkte lückenlos nachweisbar sein müssen:

• regelmäßige Eigenkontrollen

• Prüfintervalle von Feuerlöschern und Anlagen

• Schulungen und Unterweisungen des Personals

• festgestellte Mängel und deren Behebung

Eine strukturierte Brandschutz Dokumentation ist daher kein bürokratischer Aufwand, sondern ein entscheidender Schutz vor Haftungsrisiken, Verwaltungsstrafen und Versicherungsproblemen.

Brandverhütungsschau und Behördenkontrollen sicher meistern

Behördliche Überprüfungen und Brandverhütungsschauen gehören zum Alltag von Hotels und Gastronomiebetrieben. Dabei wird nicht nur der Ist-Zustand bewertet, sondern auch geprüft, ob Kontrollen regelmäßig durchgeführt und dokumentiert wurden.

Betriebe, die ihre Brandschutzorganisation im Griff haben, profitieren doppelt: Kontrollen verlaufen reibungsloser, und erkannte Mängel können frühzeitig behoben werden bevor sie zur Gefahr werden oder den Betrieb gefährden.

Sicherheit für Gäste, Mitarbeitende und den Betrieb

Brandschutz in Hotellerie und Gastronomie ist kein Nebenthema. Er entscheidet im Ernstfall über Menschenleben, Haftungsfragen und die Zukunft des Unternehmens. Wer frühzeitig auf strukturierte Abläufe, regelmäßige Kontrollen und digitale Unterstützung setzt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Gäste, Mitarbeitende und den eigenen Ruf.

Vorbeugender Brandschutz bedeutet Verantwortung übernehmen, und zwar nicht erst im Notfall.

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